Schulentwicklung

 

Was ist das GfeO-Schulentwicklungsprogramm?

Das GfeO-Schulentwicklungsprogramm vermittelt Führungskräften im schulischen Kontext mithilfe evidenz-basierter Methoden sozial-, organisations-, gruppen- und wirtschaftspsychologische Grundlagen, die im Kontext der Schulentwicklung effizient eingesetzt werden können, um Arbeitsprozesse und strukturelle Abläufe innerhalb der Institution Schule optimieren zu können. 

schulentwicklungModul 1 

Crashkurs Psychologie für Führungskräfte in Schulen: Theorie und Praxis 

Kurzbeschreibung: Führungskräfte in Schulen müssen in erster Linie mit Menschen interagieren, kommunizieren und diese lenken. Deshalb ist es ganz besonders wichtig, dass sie die Grundlagen der Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen (Definition Psychologie) kennen. Im ersten Modul werden deshalb die Grundlagen von Denken, Emotion, Motivation und Verhalten vermittelt und in einen direkten praxisnahen Zusammenhang zum Alltag einer Führungskraft im schulischen Kontext gestellt. Zudem werden folgende Themen im Überblick behandelt: Psychologie der Führung, Selbstregulation und Verhaltenssteuerung, Zielsetzung und Zielerreichung, Psychologie der Gruppe, Persuasion (positive Beeinflussung von Personen), Führung und Gesundheit, Qualität von Individual- und Gruppenentscheidungen. 

Modul 2 

Psychologie der Gruppe für Führungskräfte im schulischen Kontext 

Kurzbeschreibung: Führung in der Schule bedeutet in der Regel, dass ein einzelner (Führungskraft, Lehrer) das Verhalten einer Gruppe (Team, Klasse) in eine bestimmte Richtung beeinflussen soll, so dass das Team in der Lage ist, das Organisationsziel / Bildungsziel / Verhaltensziel zu erreichen bzw. mit zu unterstützen. Aus der psychologischen Forschung wissen wir allerdings, dass Gruppen oftmals ganz anders „funktionieren“ als Individuen – und gerade hierfür müssen erfolgreiche Führungskräfte sensibilisiert werden. Sie müssen z.B. wissen, dass Gruppenentscheidungen nicht immer qualitativ besser sind als Individualentscheidungen. Auf der anderen Seite können Gruppen (gerade bei sehr komplexen Aufgaben und Entscheidungen) Großes leisten – aber nur, wenn man weiß, worauf man achten muss, welche Techniken man einsetzen muss und wie die Psychologie der Gruppe grundsätzlich funktioniert, wenn man die Stärken und Schwächen einzelner Gruppenmitglieder kennt und diese dadurch optimal nutzen kann. 

Modul 3  

Generationengerechte Führung: Theorie und Praxis zur erfolgreichen Führung der Generationen X, Y und Z 

Kurzbeschreibung: In den heutigen Organisationen/Schulen arbeiten 5 verschiedene Generationen: Traditionalisten, Babyboomer, Generation X, Generation Y und Generation Z. „Traditionalisten“ haben die unmittelbaren Ausläufer des 2. Weltkriegs noch miterlebt und sind heute um die 60-65 Jahre alt. Die Generation „Babyboomers“ ist Ende der 50er Jahre geboren und ist heute um die Mitte 50. Generation X (auch bezeichnet als Generation Golf) ist typischerweise Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre geboren. Generation Y ist ab 1980 geboren und Generation Z (auch genannt Digital Natives) ist ab dem Jahr 2000 geboren. Eine Reihe aktueller wissenschaftlicher Studien konnte zeigen, dass diese 5 verschiedenen Generationen nach unterschiedlichen Wertesystemen „funktionieren“. Babyboomers suchen nach Sicherheit. Generation X sucht nach wirtschaftlichem Wohlstand. Generation Y sucht nach Sinnhaftigkeit in der Arbeit, Work-Life-Balance und Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Erfolgreiche Führungskräfte kennen die unterschiedliche Psychologie und die Vor- und Nachteile der einzelnen Generationen – und nutzen dieses Wissen bei der Zusammenstellung transgenerationaler Teams. Aktuelle Forschung zeigt, dass dies den Erfolg von Führungskräften substanziell steigern kann. 

 Modul 4  

Werkzeugkasten Entscheidungspsychologie: Gute Entscheidungen sind kein Zufall 

Die täglichen Hauptbeschäftigungen von Führungskräften sind Kommunizieren und Entscheiden. Während viele Führungskräfte bereits eines oder mehrere Kommunikationsseminare besucht haben, wird gerade die Vermittlung von wissenschaftlich fundiertem Wissen aus der Entscheidungspsychologie vernachlässigt. Anhand vieler praktischer Beispiele wird verdeutlicht, wie Führungskräfte Entscheidungssituationen so strukturieren können, dass die Wahrscheinlichkeit von Fehlern reduziert wird. Der Fokus liegt zum einen auf Vor- und Nachteilen von Entscheidungsheuristiken und zum anderen auf der ausgewogenen Sammlung von entscheidungsrelevanten (diagnostischen) Informationen. 

Modul 5  

Konfliktprävention und Konfliktmanagement für Führungskräfte: Theorie und Praxis 

Konflikte gehören zum täglichen Brot einer Führungskraft sowohl im schulischen als auch nicht-schulischen Kontext. Streit unter Mitarbeitern bezüglich Ressourcen, Beförderung, Unternehmensstrategie, etc. sind wahrlich keine Seltenheit, sondern Tagesgeschäft. Ohne Wissen in diesem Bereich geht viel wertvolle Energie in offenen und verdeckt ausgetragenen Konfliktsituationen verloren. Im sechsten Modul sollen Führungskräfte zunächst lernen, was ein Konflikt überhaupt ist, was die Wissenschaft über deren Entstehung, aber auch Schlichtung weiß. Gerade auch Techniken aus der stark boomenden Praxisdisziplin der Konfliktmediation werden in diesem Bereich einfließen. In anderen Worten: Es geht darum, Führungskräfte für das Thema Konflikte zu sensibilisieren sowie das Grundhandwerkszeug für erfolgreiches Konfliktmanagement zu vermitteln.  

Modul 6 

Psychologie des Mitarbeitergesprächs 

Viele Führungskräfte (aber auch Mitarbeiter) „drücken“ sich vor dem Mitarbeitergespräch. Entweder wird es ganz vergessen oder nur widerwillig durch Druck von Außen „proforma“ durchgeführt. Dies ist ein großer Fehler, da gerade das Mitarbeitergespräch das „Skalpell“ der Führungskraft sein kann. Hier lernt sie ihren Mitarbeiter am besten kennen, lernt über seine Gedanken- und Emotionswelt, lernt seine zugrundeliegenden Wertesysteme kennen. Den Mitarbeiter auf einer bilateralen Ebene gut zu kennen, heißt zugleich, ihn effektiv und erfolgreich führen zu können. Im letzten Modul 6 wird die Psychologie des Mitarbeitergesprächs überblicksmäßig verdeutlicht. Die TeilnehmerInnen lernen anhand von einfachen Leitfäden ein solides und erfolgreiches Mitarbeitergespräch zu implementieren.